DIE WICHTIGSTEN ABKÜRZUNGEN IN SACHEN SEX - EROTIKLEXIKON
Was war noch einmal ONS? Wofür steht dom. oder dev., spanische Variante oder gar griechisch? Warum werden Länder in Bezug auf Sex genannt und was, um alles in der Welt, bedeutet Bondage? Unser kleines Sexlexikon verrät es.
Die Ausdrücke, Bezeichnungen und Abkürzungen wurden und werden auch heute noch in Kontaktanzeigen verwendet, finden sich aber, mehr und mehr, in Internet-Foren wieder. Nicht selten werden unter einem Begriff auch unterschiedliche Dinge verstanden, da sie früher einmal anders gebraucht wurden, denn die Sprache unterliegt einem ständigen Wandel. Außerdem ergeben sich die verschieden Perspektiven auch aus dem Standort des Betrachters: So ist z.B. englisch, von einem Deutschen gebraucht, etwas völlig anderes als wenn ein Engländer von englisch spricht.
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69 | A | B | D | F | G | H | I | K | M | N | O | P | R | S | T | W |
69 - 69er – Stellung, Variante des OV (Oralverkehr)
Neunundsechzig meint ist das gegenseitige, gleichzeitige stimulieren von Penis und Scheide durch die Lippen oder der Zunge des (Sex-)Partners. 69 zählt zu den Sex-Stellungen und gehört in den Bereich des Oralsex.
a2m oder ATM - engl. für Ass to Mouth oder Anal to Mouth
a2m oder ATM bezeichnet das Praktizieren von Oralsex während oder nach dem Analverkehr.
AC/DC - Eigentlich eine Abkürzung für Gleich- und Wechselstrom
Bedeutet im Kontext der Sexualiät Bisexualität, die sexuelle Hingezogenheit zu beiden Geschlechtern.
a/p - aktiv / passiv, wobei A/p für aktiv steht und a/P für Passiv
Die Verwendung von Aktiv und Passiv wird häufig im Zusammenhang mit männlichem Analverkehr (Schwulenszene) verwendet. Aktiv ist dabei diejenige Person, dessen Penis in den Anus des anderen eingeführt wird, der Passive dagegen hat den Penis empfangen, d.h. der Penis wurde in seinen Anus eingeführt.
Aufn. - Aufnahme
Gemeint ist die Aufnahme von Körperflüssigkeiten (Sperma; Urin, etc.). Aufnahme kann in soweit unterschiedlich ausgelegt werden, dass im Beispiel Aufnahme durch den Mund, nicht unterschieden werden kann, ob Herunterschlucken gemeint ist oder in den Mund Aufnehmen, um es hinterher wieder Herauszulassen (in ein Handtuch etc.). Die Aufnahme wird häufig beim Oralsex praktiziert.
AV - Analverkehr
AV meint die sexuelle Penetration (das Eindringen) in den After (Endarm) des Partners. AV ist nicht als Stellung, sondern als Variante des GV (Geschlechtsverkehr) zu verstehen. Nahezu jede Stellung die auch beim Vaginalverkehr angewendet werden kann, ist beim AV möglich.
B&D - Bondage & Discipline
B&D, wörtlich fesseln (binden) / disziplinieren, ist ein Teilaspekt von BDSM. Bondage bezeichnet den Einbezug bestimmter Fesselungstechniken beim Sex.
BDSM - Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism
Beinhaltet eine bestimmte Verteilung der Macht- und Rollenverhältnisse beider Sexualpartner.
BI - Bisexuell
Bisexualität bezeichnet die sexuelle Hingezogenheit zu beiden Geschlechtern.
BV - Brustverkehr, auch Spanisch
BV meint die Stimulation des Penis durch Reibung an der weiblichen Brust. Bei dieser Variante des GV (Geschlechtverkehr) wird der Penis zwischen die meist eingeölten Brüste der Frau gelegt und diese zusammen gedrückt. Dadurch entsteht eine Höhle in welcher der Penis gleiten kann. Die Größe der weiblichen Brust ist hier sicherlich von entscheidender Bedeutung.
BW - Brustwarzenspiele
BW ist die Fokussierung der sexuellen Spiels auf die Brustwarzen. Mit BW ist das Reizen der Brustwaren gemeint. Das kann Reiben, Drehen, Lecken etc. sein, aber auch härter, in SM (Sado / Maso) gehende Varianten mit Kneifen oder Gewichten.
BW-Piercing-Brustwarzenpiercing
BW-Piercing meint das Piercing, also das Setzen und Tragen von Schmuckstücken, an den Brustwarzen.
DD - Dildo
Dildos sind Hilfsmittel der sexuellen Stimulation.
Die etwas altbackene deutsche Bezeichnung ist Massagestab. Dildos gibt es in allen möglichen Variationen: Penisnachbildung, weich oder starr, in Silikon, Glasschliff oder Acryl. Der Dildo wird wie ein Penis in Vagina oder Anus eingeführt und von Hand, manuell, geführt. Im Gegensatz zum Vibrator, hat der Dildo keine Eigenvibration.
Dev - Devot
Devot ist ein Ausdruck aus dem Bereich des BDSM und bedeutet devot bzw. unterwürfig
Dom – Dominant
Dom bedeutet dominant bzw. beherrschend oder sich durchsetzend und stammt aus dem Bereich des BDSM
FF - Engl. für Fisting ist eine spezielle Praktik der Sexualität
Fisting ist eine sexuelle Praktik bei der die Hand (Faust) von der Scheide oder dem Anus vollständig, über den Köchel hinweg, aufgenommen wird. Oft wird vom Fisting aber auch schon in der Vorstufe gesprochen, wenn mehrere Finger im Spiel sind.
FFM - Konstellation der Sexualpartner: m steht für Maskulin, f für feminin
Gemeint ist das sexuelle Zusammenspiel verschiedener Partner in unterschiedlichen Kombinationen. FFM ist der Sex mit zwei Frauen und einem Mann.
FS - Engl. für Face Sitting für auf dem Gesicht sitzen
Beim Facesitting setzt sich die Frau auf das Gesicht ihres Partners. Diese Praktik zählt in den Bereich des Fetisch und dient der oralen Stimulation, ähnlich dem Oralsex.
GS - Gruppensex bezeichnet das gleichzeitige sexuelle Handeln mehrerer Partner
Gruppensex, im eigentlichen Sinne, ist Sex mit mehr als zwei Personen. Normalerweise wird vom Gruppensex aber erst ab vier Personen gesprochen, da es für drei Personen den eigenständigen Namen Flotter Dreier gibt. Der Begriff Gruppensex lässt sehr viel Freiraum in der Bedeutung zu, da es in diesem Zusammenhang auch die Worte Orgie oder Gang Bang gibt.
GV - Geschlechtsverkehr
Geschlechtsverkehr ist im juristisch und medizinischem Sinne die sexuelle Vereinigung zwischen Mann und Frau. Dabei muss der Penis in der Scheide eingeführt sein.
Het - Heterosexuell
meint die gegengeschlechtliche sexuelle Ausrichtung und bezeichnet damit die Sexualität zwischen Mann und Frau.
HV - Handverkehr
ist ein selten benutzter Ausdruck für Masturbation; gebräuchlicher ist Handjob.
Als sexuelle Selbstbefriedigung zählt HV zur Autosexualität.
IS - Intimschmuck, auch Piercing im Intimbereich
ist Schmuck, der an den männlichen bzw. weiblichen Genitalien getragen wird. In der Regel wird IS im Bereich der Schamlippen / Klitoris oder auch an der Eichel / am Hodensack getragen. Genau genommen gehört das Brustwarzenpiercing auch dazu.
KV - Kaviar meint den Einbezug von Kot in das Sexspiel.
Kot / Exkrement (Stuhlgang) wird beim Sexualspiel auf dem Körper verrieben oder auch mit dem Mund aufgenommen
MMF - Konstellation der Sexualpartner
m steht für Maskulin, f für feminin
Gemeint ist das sexuelle Zusammenspiel verschiedener Partner in unterschiedlichen Kombinationen. MMF ist der Sex mit zwei Männern und einer Frau.
NS - Natursekt
meint den Einbezug von Urin in das Liebesspiel
Bei NS-Spielen gibt es unterschiedliche Varianten, welche von soft bis hard reichen. Soft: dem Partner beim urinieren zuschauen. Hard: Urinieren auf den Körper des Partners. Oft wird der Urin auch im Körper aufgenommen (siehe Aufn.). Aufnahme kann sich auf den Mund (den Urin trinken), die Scheide oder den Anus beziehen. Andere Bezeichnungen sind Watersports bzw. Wassersport und Golden Shower.
O - Unterwürfige Frau
Der Buchstabe O kommt von dem Roman Die Geschichte der O, einem sadomasochistischem Roman von Dominique Aury, die das Buch unter dem Pseudonym Pauline Reage im Jahr 1954 schrieb. O als Ausdruck der Unterwürfigkeit einer Frau bei der Sexualität ist ein Aspekt des BDSM.
OV - Oralverkehr Oralverkehr, auch Oralsex
bezeichnet die verschiedenen Formen der sexuellen Stimulation des Partners mit dem Mund. Man unterscheidet dabei in Fellatio, Cunnilingus und Anilingus.
OW - Oberweite
ist ein Maß für den Brustumfang der Frau.
PT - Partnertausch
Mit Partnertausch ist gemeint, dass man beim Sex im Club oder beim Privattreff die Partner tauscht. D.h., dass man nicht nur mit dem eigenen Partner Sex hat, sondern auch mit anderen. Die Auslegung von PT ist unterschiedlich und sollte vorher im Klartext abgeklärt werden. Manchmal ist mit kein PT nur der Geschlechtsverkehr gemeint, während alles andere (Oralsex; Stimulation mit den Fingern / der Hand) erlaubt bzw. erwünscht ist.
RRR - Rein, Raus, Runter
ist eine Bezeichnung für schnellen Sex, ähnlich dem Quickie.
RS - Rollenspiele
Rollenspiele dienen dem sexuellen Lustgewinn und basieren auf der spielerischen Umsetzung bestimmter (jedoch nicht zwingend festgelegter) Rollen beim Sex. Dabei versetzten sich die Partner in eine gedachte Welt und übernehmen virtuelle Charaktere. Es gibt unzählige Beispiele, da der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Klassische Beispiele für RS sind French Maid: dabei zieht sich die Frau das Kostüm eines französischen Zimmermädchens an und putzt gespielt die Wohnung, während der Mann sie verführt. Ähnlich ist die Handwerker- oder Klempner- Rolle, bei der der unbekannte Handwerker in die Wohnung einer Frau kommt und von dieser verführt wird. Extreme Variante: Serbisch: eine gespielte Vergewaltigung wird inszeniert Fetisch - Variante: Babysex oder Adult Babies: der Mann zieht sich Windeln an und spielt Baby(meist inkl. KV und NS).
Safe - Safer Sex
engl. geschützter Geschlechtsverkehr
Als Safer Sex werden sexuelle Kontakte bezeichnet, bei dem jeglicher Austausch von Körperflüssigkeiten verhindert werden soll. Dabei gelangen weder Samen- oder Vaginalflüssigkeit noch Blut in den Körper des Sexualpartners. Safer Sex wird praktiziert, um Geschlechtskrankheiten, heutzutage vor allem AIDS zu vermeiden, aber selbstverständlich auch zur Verhütung.
SM - Sado/Maso
SM betont die willentliche Ausübung bzw. Hinnahme (mehr oder weniger) gewaltsamer Handlungen gegenüber dem Partner im Rahmen der gemeinsamen Sexualität. Es ist ein Aspekt bei BDSM. Sado ist sie Kurzform von sadistisch, Maso die von masochistisch. Sadistisch bedeutet im Groben, dass man Gefallen bzw. Lustgewinn am Schlagen bzw. Schmerzzufügen hat. Dieses Schmerzausüben kann auch auf psychischer Ebene erfolgen Der Schmerz- bzw. Druckausübende ist beim SM der bzw. die Dominante (siehe dom). Masochistisch ist sozusagen das Gegenteil vom sadistisch. Der Masochist gewinnt durch die zugefügten Schmerzen und Qualen, welche auch psychischer Natur sein können, einen sexuellen Lustgewinn. Der Schmerz- bzw. Druckempfangende wird als devot bezeichnet (siehe dev.).
SS Sperma schlucken
SS meint die Aufnahme von Sperma nach der Ejakulation des Mannes. Dies geschieht in der Regel beim bzw. nach dem Geschlechtsverkehr oder beim Oralsex. Das Wort Schlucken sollte nicht zu wörtlich genommen werden, weil damit auch das Aufnehmen im Mund mit anschließendem Ausscheiden, etwa in ein Handtuch, gemeint sein kann.
SW - Sandwich
Das Sandwich zählt zu den Sex-Stellungen und ist eine verbale Anspielung auf das gleichnamige Nahrungsmittel. Dabei befindet sich die Frau zwischen zwei Männern und hat gleichzeitig Geschlechtsverkehr bzw. Analverkehr. Dies ist eine verbreite Technik in der Konstellation MMF.
TF - Tittenfick
wie BV ; derb. für Spanisch. TF meint die Stimulation des Penis durch Reibung an der weiblichen Brust.
Toil.Sex - Toiletten-Sex
Sammelbezeichnung für KV (Kaviar) und NS (Natur-Sekt)
Als Oberbegriff bezeichnet Toil.Sex den Einbezug von Urin und/oder Kot in die sexuellen Handlungen.
TS - Transsexuell
Ein transsexueller Mensch fühlt sich dem anderen Geschlecht zugehörig. Dieses Identifizieren bezieht nicht nur auf die Sexualität, sondern auf das ganze Wesen bzw. Denken des Menschen. Manche Transsexuellen Menschen lassen sich umoperieren, d.h. dass beim Mann Penis und Hoden abgenommen bzw. in eine Vagina umgeformt werden, bei der Frau entsprechend ein Penis geschaffen wird. Die biologischen Funktionen des anderen Geschlechtes lassen sich dabei nicht herstellen, d.h. ein umoperierter Mann kann keine Kinder bekommen bzw. eine Frau keine zeugen. Weiter kann der ehemalige Mann nicht aus eigener Kraft feucht werden bzw. die Frau keine selbständige Erektion des Penis bekommen. Um Stimmlage, Brustwachstum oder Bartwuchs u.a. zu kontrollieren, muss der transsexuelle Mensch zeitlebens Hormone einnehmen. Erst nach einer Operation ist ein Deutschland die Transsexualität rechtlich vollzogen. Erst dann darf der Name und der Ausweis geändert werden. Ein transsexueller Mensch kann sowohl hetero- als auch homosexuell sein.
TV - Transvestit
Transvestitismus bezeichnet grundsätzlich das Tragen typischer Kleidung des anderen Geschlechts, was in der Regel auf eine Steigerung des sexuellen Lustempfindens abzielt. Ein männlicher Transvestit trägt gerne Frauenkleider, Perücken, Ohrringe und spielt gern eine Frau, ohne sich wirklich als solche zu fühlen. Ein Transvestit ist nicht transsexuell und fühlt sich dem eigenen Geschlecht in Denkweise und Sexualität zugehörig. Transvestie wird auch als Kunst in Shows und Kabarett angeboten.
WS
Wasser- oder Watersport, wie NS (Natursekt).
WS meint den Einbezug von Urin in das Liebesspiel. |